KI-Dokumentation und die Doctolib Praxissoftware: was der Anbieter sagt
Für die Doctolib Praxissoftware gilt derselbe einfache Weg wie für jedes andere System: Der Entwurf entsteht neben dem Gespräch, Sie prüfen ihn und fügen den freigegebenen Teil über die Zwischenablage in das Freitextfeld ein. Doctolib veröffentlicht mit dem KI-Sprechstundenassistenten eine eigene Funktion; welche Angaben der Anbieter dazu macht und welche nicht, steht unten.

Redaktionell gegen Produktverhalten und angegebene Primärquellen geprüft; keine individuelle medizinische oder rechtliche Beratung.
Wie der geprüfte Entwurf in Doctolib Praxissoftware kommt
Der Ablauf endet dort, wo Sie ohnehin dokumentieren: im Freitextfeld. Sie lesen den Entwurf vollständig, kürzen ihn, kopieren den Rest und fügen ihn ein. Der bewusste Klick ist dabei kein fehlendes Feature, sondern der Punkt, an dem aus einem Entwurf Dokumentation wird.
Ein Hinweis zur Ehrlichkeit dieser Seite: Doctolib macht auf der geprüften Produktseite keine Angabe dazu, auf welcher Plattform die Praxissoftware läuft. Dieser Punkt gehört deshalb in die Fragen an den Anbieter, nicht in eine Annahme.
Wofür Doctolib Praxissoftware gedacht ist
Doctolib schreibt zur Einführung der Praxissoftware „Zunächst Hausärzt:innen, Kinderärzt:innen und Gynäkolog:innen – weitere Fachgruppen folgen stufenweise“ (abgerufen am 4. September 2026).
Diese drei Gruppen führen sehr unterschiedliche Gespräche — von der kurzen Kontrolle bis zum langen, mehrfach unterbrochenen Termin. Für die Bewertung eines Dokumentationswerkzeugs zählt die zweite Sorte, weil dort die Nacharbeit entsteht.
Was Doctolib selbst veröffentlicht
Doctolib veröffentlicht eine eigene Funktion unter dem Namen KI-Sprechstundenassistent; die geprüfte Produktseite trägt die Zeile „Der KI-Sprechstundenassistent für Ihre Arztpraxis“. Eine Beschreibung des technischen Ablaufs und eine Angabe zum Verarbeitungsort standen auf dieser Seite am 4. September 2026 nicht.
Beschreibungen dieser Funktion in der Fachpresse gibt es; sie sind für eine Kaufentscheidung aber die falsche Quelle. Was gilt, ist, was der Anbieter selbst schriftlich zusagt — insbesondere zu den drei Wegen: Wo bleibt das Audio, wohin geht der Text, wie lange wird was gespeichert.
| Angabe | Was der Anbieter veröffentlicht |
|---|---|
| Zielgruppe laut Anbieter | „Zunächst Hausärzt:innen, Kinderärzt:innen und Gynäkolog:innen – weitere Fachgruppen folgen stufenweise“ |
| Plattform laut Produktseite | keine Angabe auf der geprüften Seite |
| Eigene KI-Funktion laut Anbieter | „Der KI-Sprechstundenassistent für Ihre Arztpraxis“ |
| Verarbeitungsort laut Produktseite | keine Angabe auf der geprüften Seite |
| Öffentlicher Preis laut Produktseite | keine Angabe auf der geprüften Seite |
Jede Zeile gibt wieder, was auf der verlinkten Anbieterseite am Stichtag stand. Nicht genannte Angaben stehen als solche in der Tabelle; sie werden hier nicht ergänzt und nicht aus anderen Quellen gefüllt. Anbieterseiten ändern sich — prüfen Sie die Angabe vor einer Entscheidung erneut.
Was die Praxis vor einem Pilot klären sollte
Die technischen Fragen sind bei diesem Weg schnell beantwortet. Die Fragen, die bleiben, betreffen den Ablauf im Team — und sie sollten vor dem ersten echten Termin beantwortet sein, nicht danach.
- Auf welcher Plattform läuft die Praxissoftware bei Ihnen, und wo wird dokumentiert?
- Welche schriftlichen Angaben macht der Anbieter zum Verarbeitungsort seiner eigenen KI-Funktion?
- Wie lange werden Aufnahme, Transkript und Entwurf jeweils gespeichert — und von wem?
- In welches Feld wird der geprüfte Entwurf eingefügt?
- Wer im Team gibt frei, wenn mehrere Behandelnde dieselbe Akte führen?
Häufige Fragen
Arbeitet KiPT Voice direkt in der Doctolib Praxissoftware?
Nein. Der geprüfte Entwurf wird über die Zwischenablage in ein Freitextfeld eingefügt; es gibt keine Schnittstelle und kein Modul.
Was sagt Doctolib zum Verarbeitungsort des KI-Sprechstundenassistenten?
Auf der geprüften Produktseite stand dazu am 4. September 2026 nichts. Lassen Sie sich diese Angabe schriftlich geben, bevor Sie zwei Werkzeuge vergleichen.
Warum steht hier nicht, was die Fachpresse über die Funktion schreibt?
Weil für eine Kaufentscheidung nur zählt, was der Anbieter selbst zusagt. Diese Seite gibt ausschließlich wieder, was auf den Anbieterseiten stand, mit Datum.